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Einblicke in die Nordcup Marathon Serie Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hele Witten (ron)   
Donnerstag, den 28. Mai 2015 um 15:51 Uhr

Wind schult den Charakter!

Unser Straßenfachwart Helge Witten kennt sie alle; Die ultrafitten Lizenz-Oldies, auch Seniorenklasse genannt, zeigten ihm 2014 meistens ihr Hinterrad. Auch in der aufstrebenden, ambitionierten Jedermann-Szene war Helge schon erfolgreich am Start. In diesem Jahr sucht er nun eine ganz andere Herausforderung: Da ich keine Lizenz beantragt habe, musste ich mir etwas Neues ausdenken. „Ich fahre Matahon". Ich habe einfach Spaß an langen Strecken. Ideal hierfür ist die Nordcup Marathon Serie.

Der erste Marathon,der Rudi-Bode-Marathon, startete in Hamburg. Mitten aus der Stadt ging es raus über die idyllischen Dörfer. Als nächstes folgte der  Nordsee-Marathon in Husum, verdammt windig da oben. Wieder 14 Tage später ging es nach Wesseln bei Heide zum Kalle-Bäcker-Marathon. Hier war es noch windiger und ich war zeitweise der Verzweiflung bzw. Aufgabe nahe. Auf einem meiner Trikots steht: "Wind schult den Charakter!" Und so ist es.

Am Pfingstwochenende stand der Mitternacht-Marathon in Nortorf auf dem Kalender. Die RTF´s der Nortofer feierten ihr 10jähriges Jubiläum. Das ganze Wochenende war Programm angesagt. Am Sonntag Nachmittag machten wir uns mit unserem Wohnmobil auf dem Weg nach Nortorf. Der Parkplatz zum übernachten war direkt neben dem Startpunkt. Auf dem Parkplatz haben wir schon die ersten bekannten Gesichter begrüßt. Dann ging es zur Anmeldung. Da das Abholen der Startunterlagen erst ab 18.00 Uhr möglich war, gab es noch eine Grillwurst mit Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen. So vertreibe ich mir gerne die Zeit. Die Anmeldung später lief problemlos. Startnummer, Streckenplan, Sicherheitsnadeln und das Bändchen für das Frühstück wurden ausgehändigt. Aber Frühstück war noch lang hin.

Ich habe mich nochmal aufs Ohr gehauen. Schließlich habe ich keine Erfahrung mehr mit Nächte durch machen. Nach gut 2 Stunden, sprich um 22.30 Uhr, klingelte der Wecker. Die Aufregung war dann auch da. Und was zieht man an? Der Abend war recht warm, aber wie wird es in der Nacht? Ich habe mich dann für ein langes T-Shirt, kurzes Trikot, kurze Hose, Arm- und Beinlinge etschieden. Die Überschuhe blieben im Womo, aber lange Handschuhe gab es dazu. Das war die richtige Entscheidung, denn kalte Füße hatte ich nur etwa eine Stunde.

Kurz vor Mitternacht dann los zum Start. Vor der Schule hatten sich schon die ersten eingefunden. Immer mehr bekannte Gesichter. Wir sollten in kleinen 15er Gruppen gestartet werden. Davon habe ich nicht viel mitbekommen, denn ich hatte mich recht weit vorne eingereiht. Bis zur Kontrolle nach Bad Bramstedt lief es gut. Lockeres einrollen über etwa 40km. An der Kontrolle gab es dann auch wieder reichlich Verpflegung. Es fehlt an Nichts. Belegte Brote (herzhaft und süß), Getränke, Bananen, Naschkram, Maultaschen, Kaffee, Kuchen usw. Alles da.

Leider habe ich meine Gruppe bei der Abfahrt verpasst und so bin ich mit 5 anderen weiter gefahren. An einer bergauf Passage musste ich die allerdings fahren lassen. Wie es immer so ist, wenn man kein Radfahreridealgewicht hat. Es ging alleine weiter. Die Strecke war perfekt mit reflektierenden Pfeilen ausgeschildert. Keine Problem bei der Navigation. Ich wurde nach ein paar Kilometern von einer etwa 20 köpfigen Gruppe eingeholt. Hier konnte ich mich reinhängen. Lustige, nette Leute. Umsichtig beim fahren, immer zum Schnacken bereit. So etwas gefällt mir.

Die Verpflegungsstelle wurde 4mal angefahren. Von dort ging es 3 verschiedene Runden weiter. An der Kontrolle wurde immer wieder darauf geachtet, dass alle mitkommen. Auch unterwegs ging der Blick immer wieder mal nach hinten, ob alle noch da sind. Nach dem Abbiegen wurde kürzer getreten, damit der Verband nicht auseinander reisst. Von den Lizenzrennen bin ich das anders gewohnt. In dieser Gruppe konnte ich gut mithalten. Jeder ging mal in den Wind um seinen Teil zum Erfolg beizutragen. So beendeten wir die drei Runden und machten uns auf den Rückweg. Pünktlich um 5.30 Uhr fing es übrigens leicht an zu regnen. Das konnte man ignorieren. Gemeinsam rollten wir dann zum Ziel. Im Ziel haben sich viele untereinander bedankt und verabschiedet. Eine wirklich tolle Gemeinschaft.

Das Frühstück war echt lecker. Brot, Brötchen, Lachs, Rollmops und viele andere Leckereien. So machen die Nortorfer dass auch bei der 24-Stunden-Fahrt. Hhhhhmmmmm? Mal sehen! ;-) Alles in Allem: Eine gelungene Veranstaltung!!! Vielen Dank an die Nortorfer.

Ich habe nun 4 Marathons gefahren und muss sagen: Das macht echt Spaß!

Herzliche Grüße Euer Helge

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. Mai 2015 um 15:53 Uhr