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Nordsee-Radmarathon 2016 II Drucken E-Mail
Geschrieben von: Helge Witten   
Freitag, den 13. Mai 2016 um 16:41 Uhr

Der frühe Vogel RTF'ler, heißt Marathoni!

Diesmal habe ich mich verplant und konnte mich erst am Sonntag morgen auf den Weg machen. Also noch früher hoch. Am Sonntag um 3.45 Uhr den Wecker klingeln zu lassen ist schon "strange". Frühstück, die ersten Radklamotten an und rauf auf die Bahn, Ziel Husum. Das Auto hatte ich am Samstag Abend schon gepackt.

Vor Ort hatte ich dann noch ein wenig zu tun. Natürlich mussten die neuen Schuhe ausprobiert werden, also Pedalplatten montieren. Kann man ja als guten Test sehen, wenn man 7,5 Std. unterwegs ist. Startnummer abgeholt, den Rest Klamotten angezogen und ab zum Start. Das Wetter war traumhaft. Ich konnte unser neues Trikot diesmal ohne Regenjacke drüber präsentieren.

Los ging´s. Gleich auf den ersten Metern musste ich feststellen, dass ich die linke Pedalplatte nicht festgezogen hatte. Anhalten-nö. Das wird schon halten bis zur ersten Kontrolle.

 

Diese war nach knapp 40km. Raus aus dem Schuhe, Multitool ausgepackt und siehe da- eine Schraube war schon unerlaubt abwesend. Die anderen beiden fest geknallt und dann schnell noch das stille Örtchen besucht. Als ich wieder raus kam musste ich feststellen, dass meine Gruppe schon losgefahren war. Also rauf aufs Rad und hinterher. Essen und trinken wird überbewertet. Den Stempel hatte ich mir kurz nach der Ankunft geholt. So bin ich wieder an die Gruppe heran gefahren und dort mit gerollt. Im Wind wurde sich abgewechselt. Und Wind hatten wir reichlich.

Wir waren so etwa 25 bis 30 Fahrer, plötzlich Geschrei und die ganze Gruppe hielt an. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann hatte einer der RG Wedel einen Platten. Alle wollten warten. Einer nicht, mit seinem Cervelo Zeitfahrrad wollte er weiter (nach seinem Namen frage ich nächstes mal). Ich habe ihn gefragt, ob ich mich an sein Hinterrad klemmen darf und er stimmte zu. Von letztem Jahr weiß ich, dass er gerne vorn fährt, denn dafür ist sein Rad gemacht. Und so wurden dicke Gänge getreten und ab ging die Fahrt zu zweit. Nach einigen Kilometern rief er mir zu: “Da vorne fährt Eisenhansi, wenn wir auf den aufrollen, dann machen wir langsamer.” Ich sah nur seine Kette noch zwei Gänge weiter springen, aber ich blieb dran.Wir haben Eisenhansi eingeholt, aber die Geschwindigkeit blieb gleich.

Ich habe mich nach einigen Kilometern von beiden verabschiedet und habe die Füße hochgenommen. Damit beginn die Alleinfahrt. Kontrolle zwei, keine Gruppe da, also weiter. Kontrolle drei, auch nicht besser. Zwischen der dritten und vierten Kontrolle hat mich die Truppe um die RG Wedel wieder eingeholt.

Zum Glück, denn gegen den Wind waren teilweise nicht mal 20 km/h machbar. Kontrolle fünf ist nur zum Flaschen auffüllen und Stempel abholen. Mit gutem Tempo und immer wieder neuen in der Reihe neben mir ging es bis ins Ziel. Die Rennwurst war wieder verdient.

Eins habe ich noch: An Kontrolle 2/3 und 4 habe ich Mike Blumenhagen*) getroffen. Der war schon da als ich ankam. Und der war noch da, als ich wieder losfuhr. War ein wenig wie “Hase und Igel”: Ich bin schon da.

Er erzählte, dass auch Thomas Harms (Bericht siehe hier) unterwegs ist. Schön zu wissen, dass noch mehr in unserem Trikot unterwegs sind. Jetzt muss ich nur noch meine Pedalplatten wieder befestigen und einstellen, aber die Schuhe sind klasse.

Beim Kalle-Bäcker-Marathon sollte man mich wieder treffen.

*) Mike war auf der 75km-Runde unterwegs und konnte so Strecke machen, während die Marathonis im Drelsdorf-Kringel ihre Runde drehten Zwinkernd

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. Mai 2016 um 17:13 Uhr