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Pfingsten: Renner erfolgreich in Dänemark unterwegs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jan Lietzke   
Mittwoch, den 07. Juni 2017 um 17:50 Uhr

3 Siege und 1 Gelbes Trikot beim Marcello-Cup

Zahlen und Fakten: 1 Bus, 2 Autos, 2x 4,5 Stunden Fahrt. 16 Personen in 2 Häusern, 3 Renntage 10 Rennfahrer, 4 Altersklassen. 2 Geburtstagskinder, 1 Sturz: zum Glück nur Schürfwunden. 1 gebrochene Gabel. 3 Blumensträuße, 3 Pokale , 3 Tage bestes Rennwetter. Und das ALLERBESTE: Benet Metz gewinnt die Etappe in Herning im Massenspurt. Und unser C-Mann, Jan Lietzke, gewinnt nicht nur die Rennen in Silkeborg und Lindberg, sondern in beeindruckender Manier auch den Marcello Cup 2017!

Hier sein interessanter Bericht

1. Etappe

Die erste Etappe war mit 101 km und 1300 hm die längste und schwerste. Kurz vor Start schaute ich mir noch einmal die Mitstreiter an, einer sah schneller aus als der andere. Ich wusste nicht so richtig wie meine Form war, da ich seit drei Wochen keine Rennen mehr gefahren war. Also wurde es Mal wieder Zeit. Zu fahren waren 6 Runden. Schon nach der ersten Runde merkte ich, dass ich am Berg einer der schnellsten war. Also hab ich am nächsten Berg das Tempo etwas angezogen, um zu sehen, wer mitgehen konnte. Als ich merkte, dass die meisten wohl eher auf flachen Strecken zu Hause waren, attackierte ich. Somit entstand zu Beginn von Runde zwei eine Spitzengruppe mit sechs Mann. Nach einigen Kilometern machte sich Erschöpfung breit, eine Ausreißergruppe war für mich aber das Beste. Also müsste ich irgendwie verhindern, dass das Feld auf Grund des sinkenden Tempos wieder heranfuhr. Ich setzte die zweite Attacke, um das Tempo zu erhöhen. Es gelang nur noch einem meiner Mitstreiter meinem Hinterrad zu folgen. Wir fanden einen guten Rhythmus und konnten vier Minuten Vorsprung herausfahren. In der sechsten Runde forcierte ich am letzten Anstieg noch einmal das Tempo und schaffte es, alleine im Ziel anzukommen. Ich war mehr als überrascht von meiner doch sehr guten Form, gewann folglich die erste Etappe und führte die Gesamtwertung an.

2. Etappe

Die zweite Etappe war 92 km lang und hatte sage und schreibe 186 hm. Absolut nicht mein Ding. Schon gar nicht im gelben Trikot, wo keine Attacke unentdeckt bleibt. Das ganze Rennen hindurch wurde ich beobachtet und attackiert. Mit Müh und Not konterte ich die Attacken und vereitelte Ausreißversuche, wobei ich allerdings ganz auf mich allein gestellt war. Wer hilft schon dem Gesamtführenden dabei, seine Position zu behalten? Die Etappe war optimal für einen Massensprint, also absolut nichts für mich. Als alle Versuche, eine Ausreißergruppe zu bilden, scheiterten, war ich gezwungen, mich bestmöglich im Sprint zu platzieren. Ich beendete die Etappe als 16. und rutschte damit in der Gesamtwertung auf den zweiten? Platz.

3. Etappe

Die dritte Etappe war 87 km lang und hatte 741 hm. Das Herzstück der Etappe war ein etwas längerer Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 10 Prozent. Optimal. Wir fuhren drei Runden auf dem Kurs. Bereits nach 15 km des Rennens hatte ich eine Spitzengruppe geformt und hoffte auf eine ähnliche Situation wie am ersten Tag. Leider war keiner daran interessiert, die Gruppe am laufen zu halten. Also entschloss ich mich dazu, alleine weiterzufahren. Ich fuhr eine knappe Runde alleine mit einem Abstand von einer Minute vor dem Feld, welches mich aber nie ganz aus den Augen ließ und schlussendlich wieder einholte. Ich erholte mich kurz und fuhr direkt die nächste Attacke mit, welche eine Spitze von vier Mann löste. Ich sah, dass ich gute Chancen gegen die drei anderen hatte und versuchte, den Abstand zum Feld so groß wie möglich zu halten, was sich als äußerst anstrengend gestaltete, da ich auf Platz zwei in der Gesamtwertung niemand war, den das Peloton gerne vor sich her fahren lassen wollte. Wieder einmal war der letzte Berg meine beste Möglichkeit, eine Selektion herbeizuführen. Dieses Mal allerdings etwas anders. Ich beschloss mich mit einem meiner Mitstreiter zusammen zu tun um die anderen beiden loszuwerden, da wir beide wussten, dass wir alleine keine Chance auf dem Gegenwind Passagen hatten, und die anderen beiden aber zu stark waren, um im Sprint gegen sie zu gewinnen. Also fuhren wir den Anstieg mit maximaler Geschwindigkeit hoch und schafften es tatsächlich, die anderen beiden abzuschütteln. Ich hoffte, dass es nicht zu einem Zielsprint zwischen uns kommen würde, konnte es aber leider nicht verhindern. Im Sprint hatte mein Konkurrent bis wenige Meter vor dem Ziel eine halbe Radlänge Vorsprung, verkalkulierte sich aber mit der leichten Steigung der Zielgeraden und so gewann ich doch tatsächlich auch noch die dritte Etappe und holte mir das gelbe Trikot zurück und gewann die Gesamtwertung

HERZLICHEN Glückwunsch, Benet und Jan!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 07. Juni 2017 um 18:03 Uhr